Begegnung in den Ruinen
Ich danke Erik mit einem Nicken, als wir Casterly Rock verlassen. Der Nieselregen macht den Weg rutschig, aber wir setzen unseren Weg entschlossen fort.
Nach einigen Stunden erreichen wir Clegane Hall. Die Burg liegt düster und verlassen vor uns. Die einst mächtigen Mauern sind teilweise eingestürzt, das Tor steht offen, als hätte sich seit Jahren niemand mehr darum gekümmert.
Ich bleibe stehen und betrachte das Gebäude mit gemischten Gefühlen.
„Der Mountain…“, sagt Erik leise.
Ich schnaube. „Ein Monster. Ich habe ihn oft mit meiner Mutter getroffen. Er war immer in ihrer Nähe, ein riesiger Schatten, der sich kaum bewegte, aber immer gefährlich war.“
Erik sieht mich neugierig an. „Also hast du ihn wirklich gekannt?“
Ich nicke und wende meinen Blick nicht von der düsteren Burg ab. „Ja. Mutter hat ihn oft zu sich gerufen, wenn sie wollte, dass jemand Angst hat. Ich erinnere mich an ihn, seit ich klein war. Sein Blick war leer, aber seine Hände...“ Ich schlucke. „Ich habe einmal gesehen, wie er einem Mann den Kopf mit bloßen Händen zerquetscht hat. Mutter hat dabei Wein getrunken, als wäre es eine Vorstellung.“
Erik rümpft die Nase. „Und dein Vater? Was hat Jaime dazu gesagt?“
Ich lache bitter. „Keine Ahnung. Mutter meinte immer, Ser Gregor sei ihr treuester Krieger. Ich glaube, sie mochte es, dass er Angst verbreitete. Aber in meinem Traum…“
Erik runzelt die Stirn. „Ein Traum?“
Ich atme tief durch. „Cersei, Vater und der Mountain waren darin. Der Mountain hat ihn ermordet. Auf ihren Befehl hin.“
Erik schweigt. Ich sehe, dass er über meine Worte nachdenkt, doch schließlich schüttelt er nur leicht den Kopf. „Träume sind Träume… denk dir nicht zu viel, Bruder.“
Ich atme tief ein. „Ich hoffe, dass es nur ein Traum war.“
Als die Sonne langsam untergeht, stoßen wir auf eine kleine Ruine. Zerfallene Mauern, ein paar halb eingestürzte Gebäude – es sieht aus, als könnte man dort Schutz finden.
„Wir sollten hier übernachten“, schlage ich vor.
Erik betrachtet die Ruine mit zusammengekniffenen Augen. „Vielleicht. Lass mich kurz nachsehen.“
Wir treten vorsichtig ein. Erik bleibt abrupt stehen, seine Hand am Schwertgriff.
„Hier lebt jemand“, sagt er leise.
Gerade als ich mich umdrehen will, spüre ich plötzlich kaltes Metall an meiner Kehle. Ich halte die Luft an.
„Bitte tötet mich nicht“, sage ich schnell.
Erik zieht sofort sein Schwert und blickt dem Mann, der hinter mir steht, in die Augen.
Der Angreifer ist groß – mindestens 1,90m – mit schwarzen Haaren und einem kantigen Gesicht. Sein Blick ist wachsam, aber nicht feindselig. Er sieht aus, als käme er aus Dorne.
„Ihr seid hier eingedrungen“, sagt er mit ruhiger, aber bestimmender Stimme. „Was wollt ihr hier?“
„Wir tun euch nichts“, sagt Erik sofort. „Wir dachten, wir könnten hier übernachten. Mehr nicht.“
Der Mann schweigt kurz, dann stößt er mich leicht nach vorne zu Erik. Ich stolpere, fange mich aber schnell wieder.
Erik steht kampfbereit da, sein Schwert noch immer in der Hand.
Ich sehe den Mann an. „Wie heißt Ihr?“
Er mustert mich kurz, dann antwortet er: „Cengiz Martell.“
Etwas klickt in meinem Kopf. Der Name… ich kenne ihn.
„Cengiz Martell...“, murmele ich, während die Erinnerung sich formt. „Onkel Tyrion hat mir von Euch erzählt. Euch wurde ein Mord angehängt. An…“
Ich blicke ihn an, während ich mich erinnere. „An Prinz Quentyn Martell.“
Cengiz' Augen verengen sich, und ich sehe, wie seine Hand sich fester um das Schwert schließt. „Das ist eine Lüge“, sagt er scharf. „Ich habe Quentyn geliebt wie einen Bruder. Ich hätte ihn niemals getötet.“
Ich werfe einen kurzen Blick zu Erik, der das Schwert noch immer erhoben hält, aber nun vorsichtiger wirkt.
„Dann erzählt uns, was wirklich passiert ist“, sage ich leise.
Cengiz atmet tief durch, dann nickt er. „Okay. Ich erzähle euch, was passiert ist.“
Er geht ein paar Schritte zur Seite, lehnt sich gegen eine der alten Mauern und verschränkt die Arme. „Ich kam in den Raum… und da lag er. Quentyn. Sein Körper war noch warm, aber das Blut war überall.“ Seine Stimme ist ruhig, aber seine Hände ballen sich zu Fäusten. „Ich schwöre bei den Göttern – ich habe ihn nicht getötet. Aber als die Wachen kamen, standen sie einfach nur da und sahen mich an. Ich wusste, was passieren würde. Also bin ich geflohen.“
Ich sehe ihm direkt in die Augen – und erkenne die Wahrheit darin.
Erik wirft mir einen fragenden Blick zu, doch ich nicke ihm nur zu. „Er sagt die Wahrheit“, sage ich leise.
Erik entspannt sich etwas, auch wenn seine Hand noch am Schwertgriff ruht. „Dann glauben wir dir“, sagt er schließlich.
Ich atme auf. „Ist es für dich in Ordnung, wenn wir heute Nacht hierbleiben?“
Cengiz mustert uns einen Moment, dann zuckt er mit den Schultern. „Macht, was ihr wollt. Aber schnarcht nicht.“
Ich lache kurz, dann setzen wir uns alle hin, um unsere Vorräte aufzuteilen. Erik beginnt, ein kleines Feuer zu entfachen, während ich unser Essen vorbereite.
Cengiz setzt sich neben mich und mustert mich plötzlich mit schmalen Augen. „Moment mal… du bist doch Ser Lukas Lannister, der Sohn der Königin und des Kingslayers oder?“
Ich nicke.
Dann deutet er auf Erik. „Und dein Kumpane?“
Ich grinse leicht. „Das ist Ser Erik Stark.“
Cengiz hebt überrascht eine Augenbraue. „Ein Lannister und ein Stark reisen also gemeinsam durch die Lande? Die Zeiten haben sich wirklich geändert.“
Dann lehnt er sich leicht vor und verschränkt die Arme. „Und was treibt euch hierher?“
Ich atme tief durch. „Cengiz… du hast mir erzählt, was mit dir passiert ist. Jetzt erzähle ich dir, was mit uns passiert ist.“
Dann lasse ich alles raus – von Anfang an. Ich erzähle ihm von Marlis, meiner Frau, die entführt wurde. Von meinem Vater, Jaime, der losgezogen ist, um sie zu retten. Von der Gefahr, in der wir alle schweben. Von Cersei und denjenigen, die wir verfolgen.
Cengiz hört mir aufmerksam zu, ohne mich zu unterbrechen. Erst als ich fertig bin, nickt er langsam. „Ihr habt viel durchgemacht“, sagt er leise. „Mehr, als die meisten es jemals tun werden.“
Sein Blick wird dunkler. Dann hebt er den Kopf. „Weißt du… ich habe auch ein Ziel. Ich will den Mountain töten.“
Ich sehe ihn überrascht an. „Warum?“
Cengiz schnaubt leise, sein Blick gleitet für einen Moment ins Leere. „Wegen Nina“, sagt er schließlich. „Sie ist aus Dorne… die Cousine von Elia Martell. Als sie hörte, was Gregor Clegane ihrer Familie angetan hat, schwor sie, dass es Gerechtigkeit geben würde. Und ich…“ Er hält kurz inne, als würde er nach den richtigen Worten suchen. „Ich will dasselbe.“
Erik und ich tauschen einen kurzen Blick.
Doch dann sehe ich es – nur für einen Moment. Eine winzige Veränderung in seinem Gesichtsausdruck, eine kaum merkliche Anspannung in seiner Stimme. Es geht ihm nicht nur um Gerechtigkeit.
Ich lehne mich leicht vor. „Du empfindest etwas für sie, nicht wahr?“
Cengiz verzieht das Gesicht und schüttelt schnell den Kopf. „Unsinn“, sagt er knapp.
Ich lächle leicht. „Du kannst es mir ruhig sagen.“
Er winkt ab. „Das tut nichts zur Sache.“
Doch ich weiß es besser.
Nach einem Moment zieht Cengiz plötzlich sein Schwert aus dem Gürtel.
Ich betrachte es erstaunt. Die Klinge ist schlank, elegant, mit einem feinen, fast silbrigen Schimmer. Es ist kein gewöhnliches Schwert.
„Beeindruckend“, murmle ich. „Wie heißt es?“
Cengiz blickt für einen Moment auf die Klinge, dann antwortet er mit einer ruhigen Stimme:
„Zireael.“
Auf der Gold Road
Am nächsten Morgen brechen wir früh auf. Die Sonne geht gerade über den Hügeln auf, als wir unsere Sachen zusammenpacken und das kleine Lager in den Ruinen verlassen. Cengiz geht voraus, während Erik neben mir läuft.
„Silver Hill ist nicht mehr weit“, sagt Erik und deutet nach vorne. „Dahinter kommen wir auf die Gold Road.“
Cengiz schnaubt leise. „Eine Straße aus Gold, aber von Blut getränkt.“
Ich werfe ihm einen Blick zu. „Du bist schon einmal dort gewesen?“
Er nickt. „Vor langer Zeit. Damals war ich mit einer Karawane unterwegs, die von Lannisport nach King's Landing reiste. Die Straße mag sicher erscheinen, aber wenn man nicht aufpasst, kann sie gefährlich sein.“
„Und was hat dich damals nach King's Landing geführt?“ fragt Erik neugierig.
Cengiz überlegt einen Moment, dann zuckt er mit den Schultern. „Sagen wir einfach, ich hatte eine Rechnung offen.“
Ich sehe ihn an, doch er sagt nichts weiter dazu. Also lasse ich es fürs Erste ruhen.
Als wir Silver Hill passieren, sehen wir die einfachen Hütten und Felder, die sich über die sanften Hügel erstrecken. Die Menschen hier leben bescheiden, doch die Gold Road sorgt für Handel und Wohlstand. Bauern arbeiten auf den Feldern, Händler führen Karren mit Waren Richtung King's Landing.
Ein alter Mann sitzt vor seinem Haus und beobachtet uns mit wachsamen Augen.
„Drei bewaffnete Männer auf der Gold Road“, murmelt Erik. „Kein Wunder, dass wir Aufmerksamkeit erregen.“
„Solange wir niemandem Ärger machen, sollten sie uns in Ruhe lassen“, sage ich.
Cengiz lacht leise. „Du bist ein Lannister. Und du ein Stark. Glaubst du wirklich, ihr werdet irgendwo in Westeros je unbeachtet bleiben?“
Ich werfe ihm einen schiefen Blick zu. „Dann solltest du aufpassen, dass du nicht auch bald ein berühmtes Gesicht hast, Ser Cengiz Martell.“
„Ich werde mich bemühen, das zu vermeiden.“
Wir setzen unseren Weg fort, und bald öffnet sich die Landschaft. Die Gold Road erstreckt sich vor uns – eine breite, gut ausgebaute Straße, gesäumt von grünen Wiesen und sanften Hügeln. Die Luft ist warm, und die Sonne steht hoch am Himmel.
„Hier marschierten einst die Armeen meines Hauses“, sage ich leise, während ich die Straße betrachte. „Einst ritten hier Tausende von Soldaten nach King's Landing, um den Thron zu beanspruchen.“
„Und was hat es ihnen gebracht?“ fragt Cengiz trocken.
Ich seufze. „Tod, Verrat… und neue Feinde.“
Dann bleibt mein Blick auf einem abgebrannten Stück Land an der Seite der Straße hängen. Ein dunkler Fleck inmitten des frischen Grüns.
„Hier“ sage ich und zeige darauf. „Hier hat mein Vater gegen Daenerys Targaryen gekämpft.“
Erik hebt eine Augenbraue. „Das war hier?“
Ich nicke. „Hier stand die Lannister-Armee. Sie waren stark, gut ausgebildet. Doch gegen einen Drachen…“
Cengiz verschränkt die Arme. „Ich habe von diesem Tag gehört. Feuer und Blut.“
Ich schlucke. „Mein Vater hat überlebt. Aber ich weiß nicht, wie. Ich habe gehört, wie Drogons Feuer die Soldaten verbrannte… ihre Schreie.“ Ich blicke auf die verkohlte Erde. „Manche sagen, er sei ins Wasser gesprungen. Andere, dass er von jemandem gerettet wurde. Ich habe ihn nie gefragt.“
Erik schaut gedankenverloren auf die Stelle. „Und jetzt marschieren wir in die Stadt, die sie zerstören wollte.“
Ich antworte nicht. Stattdessen gehen wir weiter.
Die Tage vergehen, während wir die Gold Road entlangziehen. Wir übernachten in kleinen Wäldern oder abgelegenen Hütten, meiden große Städte und Dörfer. Unterwegs begegnen wir vereinzelten Reisenden – Händler, Söldner, Bauern. Einige werfen uns misstrauische Blicke zu, andere nicken nur knapp.
Durch die Katakomben
Dann, nach Tagen auf der Straße, erreichen wir einen Hügel – und dahinter breitet sich die Hauptstadt vor uns aus.
King’s Landing.
Ich bleibe abrupt stehen, mein Atem stockt.
Der Red Keep erhebt sich über die Stadt wie ein gewaltiges Ungetüm aus Stein und Macht. Die Mauern sind hoch, die Türme ragen in den Himmel. Das Herz meiner Familie… und meiner Vergangenheit.
Die Sonne ist bereits untergegangen, und der Himmel glüht in dunklem Rot, als wir unser letztes Lager aufschlagen. Das Feuer flackert, und die Geräusche der Stadt dringen in die Nacht.
Ich lege mich hin, doch meine Gedanken lassen mich nicht los.
Und dann beginnt der Alptraum.
Ich stehe im Thronsaal.
Der Boden ist kalt unter meinen Füßen, und in der Luft liegt der Geruch von Blut.
Vor mir – Marlis.
Sie liegt reglos da, ihr blondes Haar wie ein Heiligenschein um ihren Kopf.
Ich kann nicht atmen. Ich kann mich nicht bewegen.
Dann höre ich eine Stimme.
„Cersei.“
Ich drehe mich um – und sehe meinen Vater.
Jaime steht in der Mitte des Thronsaals. Seine Rüstung ist beschädigt, sein Gesicht müde und verzweifelt.
Auf dem Thron sitzt meine Mutter.
Cersei blickt auf ihn herab, ein Kelch Wein in der Hand, als wäre dies nichts weiter als eine gewöhnliche Nacht.
„Du bist spät, Jaime.“
Mein Vater tritt näher. Seine goldene Hand glänzt im flackernden Licht.
„Was hast du getan?“ Seine Stimme bricht fast. „Marlis…“
Meine Mutter hebt eine Augenbraue. „Sie hat sich eingemischt.“
Jaime starrt sie an. Sein ganzer Körper bebt. „Cersei… das bist nicht du.“
Sie lacht leise. „Und wer bin ich dann?“
Mein Vater schüttelt den Kopf. „Nicht die Frau, die ich geliebt habe.“
Ein Schatten bewegt sich.
Der Mountain tritt aus den Schatten hinter dem Thron.
Ich will schreien.
„Cersei… bitte.“ Mein Vater hebt eine Hand. „Tu das nicht.“
Meine Mutter steht langsam auf. Sie tritt an die Stufen des Throns und sieht Jaime an.
Dann sagt sie es.
„Töte ihn.“
Der Mountain hebt sein Schwert.
Ich will rufen. Ich will rennen.
Doch ich kann nichts tun.
Ich sehe, wie das Schwert niederfährt—
Ich schrecke hoch.
Schweiß klebt an meiner Stirn, meine Atmung ist schwer.
„Lukas.“
Erik sitzt neben mir, eine Hand auf meiner Schulter.
„Du hast im Schlaf geredet.“
Ich atme tief durch, versuche, mich zu fassen. „Was… was habe ich gesagt?“
Erik zögert, dann: „Du hast ihren Namen gerufen.“
Ich schlucke schwer.
Erik mustert mich. „Willst du darüber reden?“
Ich schüttle den Kopf.
„Nicht jetzt.“
Er sagt nichts weiter. Stattdessen legt er sich wieder hin.
Ich aber bleibe wach.
Der Red Keep wartet auf mich.
Der nächste Morgen bricht an, und der Himmel über King's Landing ist in ein blasses Grau getaucht. Die Stadt erwacht langsam, doch wir halten uns abseits der belebten Straßen.
Ich führe Erik und Cengiz hinunter zur Küste, wo die kleinen Boote anlegen, die Händler und Schmuggler in die Stadt bringen. Die salzige Luft mischt sich mit dem Geruch von Fisch und feuchtem Holz.
„Also hier entlang?“ fragt Erik leise, während wir an den alten Docks entlanggehen.
Ich nicke. „Von hier aus gibt es einen Weg durch die Katakomben. Sie führen direkt in den Red Keep.“
Cengiz blickt skeptisch auf die dunklen Gänge, die sich vor uns auftun. „Und du bist sicher, dass das der beste Weg ist?“
Ich sehe ihn an. „Cersei wird nicht erwarten, dass jemand von hier kommt. Falls jemand anderes bereits in den Red Keep eingedrungen ist, dann vermutlich über die Kanalisation. Dieser Weg gibt uns einen Vorteil.“
Erik runzelt die Stirn, doch dann nickt er. „Dann los.“
Wir betreten die Katakomben.
Die Luft hier unten ist feucht und kühl. Unsere Schritte hallen auf dem steinernen Boden wider, und das einzige Licht kommt von den wenigen Fackeln, die ich an bestimmten Stellen noch brennen sehe.
Niemand ist zu hören. Keine Stimmen, keine Wachen.
Wir schleichen uns leise durch die unterirdischen Gänge. Der Geruch von altem Stein und Moder hängt in der Luft. Ich kenne diesen Ort. Früher spielte ich hier mit Marlis, als wir Kinder waren. Wir liefen durch diese Gänge, versteckten uns vor den Dienern und stellten uns vor, wir wären Eroberer der alten Zeit.
Jetzt sind diese Erinnerungen wie Schatten.
Ich spüre, wie mein Herz schneller schlägt. Die Anspannung in mir wächst, doch ich zwinge mich, ruhig zu bleiben.
Wir rücken weiter vor.
Schließlich erreichen wir einen schmalen Durchgang, der zu einer verborgenen Tür führt. Dahinter liegt der Thronsaal.
Ich halte inne, lausche.
Ich drehe mich zu Erik und Cengiz um.
„Sie ist da drin.“
Cengiz zieht langsam seine Waffe. Erik tut es ihm gleich.
Ich atme tief durch.
Es ist Zeit.
Wir stehen an der Tür.
Von drinnen sind laute Stimmen zu hören.