SEASON II · KAPITEL 9

Lifeline

Verhandlungen mit Euron

WORUM ES GEHT

Die Lannisters landen mit einer Armee auf Pyke, wo Euron Greyjoy sie spöttisch empfängt. Jaime, Tyrion und Sansa verhandeln mit Euron um Lukas' Freilassung, doch Jaime verliert fast die Beherrschung; kurz taucht Eurons Sohn Gyrontius auf. Tyrion schickt Jaime zu Marlis, und Sansa bringt Euron schließlich dazu, mit Cersei zu sprechen. Jaime und Marlis warten voller Angst um Lukas, der sich in Ramsays Gewalt befindet.

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Verhandlungen mit Euron

Schauplatz: Pyke · Jaime Lannister, Tyrion Lannister, Sansa Stark, Cersei Lannister, Marlis of the Blackwater, Euron Greyjoy, Gyrontius Greyjoy

Die kühle Seeluft wehte über die Insel, als das Boot der Familie Lannister und die Armee schließlich auf Pyke ankam. Euron Greyjoy erwartete sie bereits lachend am Hafen, zusammen mit einer Reihe von bewaffneten Männern. In einem schmalen Raum weiter hinten in der Festung verhandelten Jaime, Tyrion und Sansa mit Euron, während Marlis in einem separaten Raum festgehalten wurde, um die Verhandlungen nicht zu gefährden.

Verhandlungen mit Euron

Tyrion, Sansa und Jaime standen Euron Greyjoy gegenüber, der mit verschränkten Armen und einem selbstgefälligen Grinsen auf sie herabblickte. „Ihr wollt also den Jungen zurück?“ begann Euron. „Nun, das ist eine schwierige Bitte.“

„Du wirst dafür sorgen dass er sofort zu uns zurückkommt!“ schrie Jaime, voller Sorge, welcher er zu verdecken versuchte.

„Oder was?“ gab Euron grinsend zurück.

Jaime raste voller Wut, er ballte seine Faust, stand auf und ging auf Euron zu.

„Es muss nicht zu einem Krieg kommen,“ sagte Sansa schnell und kühl, ihre Stimme fest und entschlossen, während sie Jaime am Arm packte und ihn zurückhielt. „Wir verlangen nur, dass er freigelassen wird. Ihr wisst, dass dies das einzig Vernünftige ist.“

Euron schnaubte und sah alle skeptisch an. „Vernünftig? Was ist schon vernünftig in diesen Zeiten? Ich könnte eurem kleinen Wunsch nachkommen… aber warum sollte ich das tun, wenn mich dieser Krüppel auch noch bedroht?“

Die Brüder sahen sich augenblicklich an. Tyrion sah Jaime tief in die Augen und erkannte seine Wut, eine Wut, welche er zuvor noch nie gesehen hatte.

Er schüttelte kaum erkennbar den Kopf, um seinem Bruder klarzumachen, dass es das nicht wert ist und er die Verhältnisse für seinen Sohn damit nur schlimmer machen würde. Dann wendet er sich zu Euron.

„Um einen Krieg zu vermeiden,“ entgegnet Tyrion mit scharfem Blick. „Ihr wisst, dass wir mehr Soldaten haben, als ihr jemals mobilisieren könnt. Wenn wir angreifen, wird das Blut der Greyjoys auf euren Mauern kleben. Ihr könnt diesen Krieg nicht gewinnen.“

Euron lachte hart. „Vielleicht habt ihr recht. Aber Cersei... sie hat andere Pläne.“

In diesem Moment kommt ein Junger Mann in dem Raum.

„Vater, was soll das denn hier? Das ist doch alles reine langweilige Zeitverschwendung.“

„Ich bin gleich fertig Gyrontius“ sagte Euron zufrieden und ruhig.

Der junge Mann nickte und verließ den Raum.

„Ach… Kinder… würde man nicht alles dafür tun, um auf sie zu beschützen, dass sie keiner Gefahr ausgesetzt sind?“ behauptete Euron selbstgefällig fragend und mit einem bitterbösen Grinsen in Richtung von Jaime.

„Ich kann das hier nicht mehr…“ flüsterte Jaime seinem Bruder verzweifelt ins Ohr.

„Komm bitte kurz mit nach draußen, ok?“ gab Tyrion zurück.

Er sagte noch kurz Sansa Bescheid dass die beiden kurz nach draußen müssen, während Euron lachend gegenüber stand.

Vor der Tür sprachen die beiden. Jaime war wutentbrannt und konnte keinen klaren Gedanken fassen, gezeichnet von Sorge und Angst um Lukas.

„Ich werde ihn umbringen!“ schrie er Tyrion ins Gesicht.

Tyrion wusste was zu tun war, um seinen Bruder zu beruhigen und ihn davon abzubringen, die Verhandlungen um Lukas‘ Freiheit zu gefährden.

„Jaime ich schwöre dir hoch und heilig, dass wir ihn lebend zu dir zurückbringen werden, aber du musst darfst dich nicht von diesem Idioten provozieren lassen, okay?“ sagte Tyrion ruhig.

„Ich weiß… aber weißt du, es ist so schwer… Euron… er, sie… haben ihn… Ich könnte es niemals verkraften wenn ihm etwas zustößt. Und Cersei… ich weiß nicht wie weit sie bereit ist zu gehen…“ man sah Jaime die Verzweiflung an als er die Worte aussprach.

„Versprich mir, dass du jetzt zurück zu Marlis gehst, dich um sie kümmerst und mir vertraust okay. Sansa und ich, wir werden dafür sorgen dass er zu uns zurück kommt.“

Zitternd, aber sich der Situation bewusst, willigte Jaime ein und versprach seinem Bruder, dass er zu Marlis geht und auf sie aufpasst, während Tyrion und Sansa die Verhandlungen leiten.

Jaime geht zurück zu Marlis, während Tyrion wieder zu Sansa und Euron geht.

„Lasst uns nicht mit leeren Drohungen spielen,“ sagte Sansa ruhig als Tyrion wieder in den Raum kommt. „Sprecht mit Cersei. Verhandelt mit ihr. Sie weiß, dass ein Krieg sie schwächen würde.“

Euron sah sie einen Moment an, dann nickte er knapp. „Ich werde mit ihr sprechen,“ sagte er grimmig. „Aber erwartet nicht, dass sie einfach nachgibt.“

Mit diesen Worten drehte er sich um und ging aus dem Raum, um Cersei zu informieren.

Tyrion schaut Sansa an. Sie grinst und sagt ihm glücklich und selbstbewusst „Keine Sorge, ich habe ihn überzeugt und ihm genau klar gemacht wie die Situation aussieht.“

„Hoffen wir mal, dass alles funktionieren wird“ entgegnet Tyrion.

2

Warten in Angst

Schauplatz: Pyke · Jaime Lannister, Marlis of the Blackwater

Währenddessen lief Jaime aufgeregt hin und her, während Marlis nervös auf einer Bank saß. „Sie werden ihn freilassen,“ versuchte Jaime sich selbst zu überzeugen, aber die Unsicherheit in seiner Stimme war nicht zu überhören. „Tyrion wird das regeln. Er hat schon schwierigere Verhandlungen geführt.“

„Was, wenn das nicht funktioniert?“ fragte Marlis leise, ihre Hände umklammerten sich nervös. „Was, wenn sie… ihn töten?“

Jaime blieb stehen, drehte sich zu ihr um und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Das wird nicht passieren,“ sagte er entschieden. „Wir sind hier. Ich werde meinen Sohn zurückholen. Sie können uns nicht stoppen.“

„Aber... Ramsay ist da drinnen,“ flüsterte sie. „Er ist gefährlich, Jaime.“

Jaime sah Marlis tief in die Augen. „Ich weiß,“ antwortete er langsam. „Und deshalb muss ich ruhig bleiben. Tyrion wird verhandeln, und wir müssen abwarten. Aber ich schwöre dir, wenn es schiefgeht… werde ich nicht zögern, ihn selbst zu holen.“

Marlis nickte langsam, doch ihre Augen blieben voller Angst. Sie wussten beide, dass Ramsay Bolton nicht nur ein Tyrann, sondern ein sadistisches Monster war.