SEASON I · KAPITEL 2

Casterly Rock

Zuflucht bei Tyrion

WORUM ES GEHT

Über einen Geheimgang erreichen Lukas und Jaime Tyrions Gemächer, wo sie herzlich empfangen werden. Brienne, Podrick, Bronn und Dickon stoßen dazu, und gemeinsam wird ein Plan geschmiedet: Bündnisse mit den Starks, Dorne und weiteren Häusern suchen. Brienne und Podrick reisen nach Winterfell, Dickon zu den Tarlys. Lukas trainiert mit Jaime und Bronn und wird zusehends besser.

1

Wiedersehen mit Tyrion

Schauplatz: Casterly Rock · Lukas Lannister, Jaime Lannister, Tyrion Lannister, Brienne von Tarth, Bronn, Dickon Tarly, Podrick Payne

„Willkommen in Tyrions Reich,“ murmelte Jaime mit einem schwachen Lächeln, als wir uns in einem schmalen Korridor wiederfanden, der uns direkt zu Tyrions Gemächern führte – verborgen vor neugierigen Blicken und Ohren.

Der geheime Gang, so geschickt angelegt, dass selbst Tywin Lannister nie davon wusste, führt uns schließlich zu einem schweren Holztor. Jaime klopfte leise und schob die Tür auf, bevor wir eintraten.

In der Mitte des Zimmers saß mein Onkel Tyrion an einem Tisch, eine Weinkaraffe in der Hand, als ob er auf uns gewartet hätte. „Da seid ihr ja,“ begrüßte er uns trocken und hob sein Glas. „Willkommen zu Hause.“

„Hallo, Onkel,“ sagte ich mit einem Grinsen, während ich mich zu Tyrion setzte und ihm einen vollen Krug Wein anbot. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, und bald darauf lachten wir alle, während wir uns ein wenig Wein einschenkten und die Stimmung auflockerten.

„Ich hoffe, ihr seid nicht gekommen, um mir zu erzählen, dass ihr euch wieder mit Cersei verbündet habt,“ sagte Tyrion und nippt an seinem Wein. „Ich bin nicht bereit, erneut meine Exzellenz im Ausbrechen zu zeigen.“

„Das haben wir nicht vor, zumindest nicht so schnell,“ erwiderte ich, und Jaime nickte zustimmend. „Wir haben größere Probleme, die wir lösen müssen, zudem habe ich dir nich damals geholfen zusammen mit Varys?“ sagte Jaime und lachte. Tyrion erhob sein Weinglas und nahm dann einen kräftigen Schluck.

Nach kurzer Zeit kamen Brienne, Podrick, Bronn und Dickon in den Raum, und die Atmosphäre wurde noch fröhlicher. Brienne sah immer noch so entschlossen aus wie eh und je, während Podrick nervös grinste. Bronn warf uns einen schelmischen Blick zu und murmelte: „Ich hoffe, ihr seid bereit, die Karten neu zu mischen. Cersei wird nicht einfach nachgeben.“

„Ganz recht,“ sagte Jaime und hob sein Glas. „Wir müssen einen Plan ausarbeiten, und zwar schnell.“

Wir stießen an, während Tyrion die Zusammenkunft beobachtete. „Ich bin froh, dass wir alle hier sind. Die Situation ist ernst, und wir müssen klug handeln. Cersei ist nicht die einzige Gefahr; es gibt auch andere, die an unserer Position interessiert sind.“

„Was schwebt dir vor?“ fragte Brienne und schaute ihn an, ihre Augen funkelnd vor Entschlossenheit.

Tyrion überlegte kurz und sagte dann: „Wir müssen unsere Verbündeten finden und gleichzeitig die Feinde isolieren. Wir wissen, dass die Starks im Norden und Dorne ein gewisses Interesse an einem starken Haus Lannister haben – oder zumindest an einer Allianz. Wenn wir die beiden zusammenbringen können, könnten wir eine starke Front bilden.“

„Und was ist mit dem Highgarden?“ fragte Dickon. „Was ist mit den Tyrells?“

„Die Tyrells sind weg, und wir müssen herausfinden, wo die Loyalitäten der anderen Häuser liegen,“ sagte Jaime. „Ich schlage vor, dass wir uns mit den Greyjoys und den Martells unterhalten. Wir können nicht alles allein lösen.“

Brienne nickte zustimmend. „Ich kann in den Norden reisen, um die Starks zu kontaktieren. Sie haben einen Grund, an unserer Seite zu stehen.“

„Und ich kann sicherstellen, dass wir in Dorne nicht überhört werden,“ fügte Bronn hinzu, seine Stimme voller Selbstbewusstsein. „Ich kenne ein paar Leute, die uns nützlich sein könnten.“

„Was haltet ihr von dem Plan?“ fragte Tyrion und sah uns alle an. „Wir müssen entschlossen und einheitlich handeln. Und was am wichtigsten war: Wir mussten sicherstellen, dass Cersei nicht von unseren Bewegungen Wind bekam.“

Die Gespräche verliefen lebhaft, während wir Strategien entwickelten und Details austüftelten. Es fühlte sich gut an, wieder an einem Ort zu sein, wo man zusammenhielt und bereit war, füreinander zu kämpfen. Und inmitten all der ernsthaften Diskussionen gab es auch immer wieder Momente des Lachens und der Hoffnung.

„Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe ein sehr gutes Gefühl über diesen Plan,“ sagte ich, und alle stimmten zu, als wir unsere Gläser erneut erhoben und auf unsere bevorstehenden Herausforderungen anstießen.

2

Training im Felsen

Schauplatz: Casterly Rock · Lukas Lannister, Jaime Lannister, Bronn

Die Woche verging schnell, und während Brienne und Podrick bereits nach Winterfell aufgebrochen waren, bereiteten Jaime, Bronn und ich uns auf den bevorstehenden Weg nach Dorne vor. Dickon hatte sich auf den Weg zur Residenz der Tarlys gemacht, um die Tyrells in Highgarden zu kontaktieren und weitere Verbündete zu gewinnen.

Das Gefühl der Verbundenheit und der Loyalität wuchs, je mehr wir uns zusammenschlossen. Ich trainierte hart mit Jaime und Bronn, wobei ich von Tag zu Tag stärker und geschickter wurde. Es war bemerkenswert, wie sehr sich meine Fähigkeiten im Schwertkampf verbesserten. Jaime lobt meine Fortschritte und nannte mich einen „wahren Lannister“, was mich stolz machte, auch wenn ich dabei merkte, dass Jaime manchmal verwirrt war, wenn er über unsere Beziehung sprach.

„Du bist mein Sohn,“ sagte Jaime eines Tages während des Trainings, und ich bemerkte den leichten Zweifel in seiner Stimme. „Ich bin stolz auf dich, aber manchmal kann ich es nicht ganz fassen, wie wir hierhergekommen sind.“

„Es ist in Ordnung,“ antwortete ich, während ich mich auf das nächste Training konzentrierte. „Ich bin froh, dass ich dich als Vater habe, auch wenn es nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Wir sind hier zusammen, und das zählt.“

Bronn lachte und bemerkte, wie oft Jaime zwischen Stolz und Verwirrung hin und her schwankte. „Mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, Lannister. Du hast einen Sohn, der stärker ist als du es je warst. Das ist Grund genug, stolz zu sein!“

In dieser Atmosphäre des Trainings und der Freundschaft stärkten wir unsere Bindungen und die Vorbereitungen für die bevorstehenden Herausforderungen.